Informationen zum Projekt

Die Ausgangslage

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Die Fähigkeit zu lesen ist, abgesehen vom Genuss, den einem das Lesen bringen kann, von zentraler Bedeutung für die intellektuelle und emotionale Entwicklung jedes Individuums – auch und gerade im digitalen Zeitalter. Lesen ist die Voraussetzung für den Erfolg in Schule und Beruf und für die Teilhabe am politischen, sozialen und kulturellen Leben. Nur wer auch längere Texte gedanklich erfassen und verarbeiten kann, kann eigenständig denken, urteilen und kommunizieren. Kinder, die lesen, haben später im Durchschnitt bessere Schulnoten – und zwar in allen Fächern.
Die meisten Menschen kennen Bücher aus der Schule. Einige vielleicht noch aus der Bibliothek, wo man Bücher ausleihen kann. Nicht alle Kinder kennen hingegen das beglückende Gefühl, in einer Buchhandlung zu stöbern, ein Buch zu besitzen, ganz für sich zu haben, Eselsohren reinknicken zu dürfen, den eigenen Namen reinzuschreiben und immer wieder die Lieblingsstelle von neuem zu lesen und es nie mehr zurückgeben zu müssen. Sie wissen nicht, was es heisst, ein oder mehrere Bücher, eine eigene kleine Bibliothek zu besitzen, Bücher aus der Kindheit ihrer Eltern oder gar Grosseltern zu lesen. – Das Projekt «3 Bücher» will das ändern.

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Das Ziel
Wir sind überzeugt, dass das Interesse am Lesen am besten im Austausch zwischen zwei Menschen über eine Geschichte hergestellt werden kann; über die Beziehung zwischen einem Bücherliebhaber/einer Bücherliebhaberin und einem noch unerfahreneren Leser, einer Leseanfängerin.
Anders als viele andere Leseförderungsaktivitäten verfolgt dieses Projekt keinen therapeutischen Ansatz. Es werden auch bewusst keine Schulen miteinbezogen. Es geht um die Freude am Lesen in der Freizeit. Im Sinn haben wir eine Bürgerbewegung für das Lesen, und damit für die Bildung generell, unter Einbezug lokaler Qualitäts-Buchhandlungen, den häufig unterschätzten Literaturvermittlern, den oft letzten «kulturellen Tankstellen» in den Einkaufsstrassen der Innenstädte.

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Die Idee
Bücher-Göttis und -Gotten schenken Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren, die keine oder kaum Bücher besitzen, pro Jahr drei Bücher, und teilen ihre Lesebegeisterung und etwas ihrer Lesezeit mit den Kindern und Jugendlichen


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Der Pilotversuch in Bern
Berner Buchhandlungen möchten in einem Pilotversuch herausfinden, ob sich das Projekt in der Praxis bewährt. Die Erfahrungen sollen wenn möglich für andere Regionen und Städte genutzt werden, auf dass das Leseförderungs-Projekt des Buchhandels auch andernorts umgesetzt werden kann.






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